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Die Geschichte von Vals

Vals heisst Vals, weil das Tal auf Romanisch Val Sogn Pieder genannt wird, Sankt-Peters-Tal. Sagen einige. Andere sagen, Vals kommt vom lateinischen vallis, was Tal bedeutet. Wieder andere, Vals heisst Vals, weil die Walser ab 1350 aus dem Oberwallis über die Berge einwanderten und das Hochtal besiedelten.

Schon in der Bronzezeit (2000 bis 1000 v. Chr.) gab es Menschen im Valsertal - das zeigen prähistorische Funde. Doch im Frühmittelalter war Vals wieder unberührte Waldlandschaft. Weiter unten, bei Ilanz und im vorderen Lugnez, fanden Romanen zu Dorfgemeinschaften zusammen. Sie besiedelten das Valser Becken um 1200. Die sieben Höfe unterstanden dem Churer Domkapitel und bezahlten jedes Jahr einen Zins: 6 Schilling in Tuch, 2 Schilling in Geld und 12 Fleischstücke.

Im 13./14. Jahrhundert lockten die Rhätier Kolonisten aus dem Oberwallis gezielt in die Hochtäler und auch nach Vals. Sie gewährten den Siedlern Selbstverwaltung, die freie Wahl des Ammanns und das freie Erbrecht. Gestaffelt wanderten nun Walser in Gruppen vor allem aus Rheinwald ein, rodeten den Wald und machten das Land urbar.

1325 lebten Romanen und Walser gemeinsam in Vals. Doch immer die Walser wurden immer mehr und verteilten sich auch talabwärts bis nach St. Martin und Tersnaus. Als Reaktion erliessen die Romanen 1457 ein Abwehrgesetz mit Heiratsverbot. Wer es übertrat, verlor das Erbrecht. Den Walsern wurde ein Riegel geschoben, so dass Vals eine deutsche Sprachinsel im romanischen Val Lumnezia blieb. Hier, im Tal des Lichts, betrieben die Valser Viehwirtschaft und Ackerbau mit Einzelsennerei bis ins 20. Jahrhundert.

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Urkunden aus 1290 benennen den Ort Ualle, später Valles oder Valls. 1645 Falls. Später wieder Vals.