Die Heilquelle
Die Thermal- und Mineralquellen von Vals entspringen an der
linken Talseite, 20 bis 25 Meter über der Sohle auf dem Areal der
Hotel- und Badeanlage. Die bedeutendste Fassung, die Neu-
bohrung von 1980, befindet sich südlich des Hotels Therme in einer modernen Brunnenstube. Das Heilwasser wird von der Hotel und Thermalbad Bad Vals AG und der Valser Mineralquellen AG genutzt. Eigentümerin der Quellen ist die Gemeinde Vals.
Temperatur und Mineralisation
In fünf Milliarden Tonnen Bündnerschiefer sammeln sich seit Mil-
lionen von Jahren Wasser, die durch Klüfte und Risse tief in
die Gesteinsschicht des Dolomit dringen und schliesslich aus 1000
Metern Tiefe am Fusse des Piz Auls wieder zu Tage treten.
In der Neubohrung 1980 tritt das Wasser mit 30°C aus. Das Mine-
ralwasser von Vals ist die einzige Mineral-Thermalquelle Grau-
bündens. Der Wasserzufluss erfolgt in rund 90 Meter Tiefe. Die
Quellader ist in einem Triaszug eingebettet, eine Erscheinung,
die man im Valsertal und im Lugnez regional beobachten kann. Die
chemische Zusammensetzung des Wassers lässt klar erkennen,
dass die Mineralisierung in den Gesteinen des Triaszuges erfolgt.
Denn die gesamte Mineralisation des Thermalwassers kann
mit Lösungserscheinungen an den verschiedenen Gesteinen des
Trias erklärt werden. Es handelt sich dabei um Schichten mit
weissem, zuckerkörnigem Dolomit, Gips, weissem Marmor mit
Quarz und Rauhwacken. Graue Schiefer sind dazwischen geschal-
tet. Die Mineralisation der Quelle beträgt 1918 Milligramm pro
Liter: Calcium 436, Magnesium 54, Natrium 10.7, Chlorid 2.5, Fluo-
rid 0.63, Eisen 6, Iodid 0.02, Kalium 2.0, Mangan 0.03, Hydrogen-
karbonat 386, Sulfat 990, Kieselsäure 25.