Konzerte und Events
Samstag, 26, Juni 2010 bis Sonntag, 04. Juli 2010
täglich von 16:00 bis 18.00 Uhr
Eine multidimensionale-Installation
Julia Calfee
Das Projekt der amerikanischen Künstlerin Julia Calfee ist Teil ihrer Arbeit The Last Songs of the Glaciers, die im letzten Sommer im und um den Länta-Gletscher in Vals entstanden ist. Julia Calfee untersucht in dieser Arbeit Auswirkungen des Klimawandels, ihr Interesse gilt dabei dem Wasser als Elixier allen Lebens. Edition Therme Vals zeigt in einer Spezialausstellung ihre besondere Art, Bewusstsein für ein bedeutendes Thema zu schaffen.
"Soon my new friend which I named Honeycomb Glacier began to disintegrate, and the holes in the ice became the windows to the sky. I would lie under the igloo-like shape and watch the clouds go by until all become one vision. Lying under this roof. I heard many strange noises within the last rhythms of the melting ice, sounds like a heart beating very fast, beating desperately for its last oxygen. The ice continued to melt, and was transformed into the shape of dolphins. I took photos of all these attempts for survival which were at the same time all encompassing and pitful".
Julia Calfee
Julia Calfee
Die in den USA geborne Julia Calfee hat einen Grossteil ihres Berufslebens in Europa gewohnt und gearbeitet. Sie hat einen Universitätsabschluss in Journalismus (New York University) und studierte Kunstgeschichte an der Sorbonne. Ihr erstes Buch, Photogenes wurde 1995 von der Joan Miró Foundation veröffentlicht. Weitere Bücher von Julia Calfee sind Mountain Spirits of Mongolia (Rich Liu Foundation, 2002) und Spirits and Ghosts: Journeys through Mongolia (powerHouse Books, 2003) sowie Inside The Chelsea Hotel (powerHouse Books, 2008). Calfees Arbeit, darunter auch ihre Fotoesseays, wurden von National Geopgraphic im Buch Inside China sowie in zahlreichen Medien wie The New York Times Magazine, Paris Match, Le Figaro Magazine, Time, The London Sunday Times and The Guardian veröffentlicht und in Museen und Galerien weltweit ausgestellt. Ihre Arbeit The Last Songs of the Glaciers wurde erstmals in der Edition Therme Vals veröffentlicht (Stein und Wasser, Winter 2008) und im November 2009 von Radio Free Europe im Zusammenhang mit dem World Climate Summit in Kopenhagen international vorgestellt.
Donnerstag, 22. Juli und Freitag, 23. Juli 2010, In der Therme und im Freien
Beflügelt - in Tiefen und Höhen
René Krebs: Tritonshorn
Alejandro Blau: Didgeridoo
Lauschen, hinhören. Klänge - geblassen, gehaucht. Erstmals improvisieren Alejandro Blau aus Berlin und René Krebs aus Zürich in diesem ungewöhnlichen Wind-Duo Klanglandschaften mit Didgeridoo und Meeresschnecken (Tritonshörnern). Ungewohnte Klangreisen entstehen als geblasene Miniaturen, darin eingeflochten Stille, Lust am Experimentieren mit ungewohnten Techniken.
René Krebs
Es knartz, knirscht, gurgelt und näselt: Der Musiker René Krebs experimentiert mit Klängen der anderen Art. Von Haus aus Trompeter und Jazzmuiker greift Krebs gerne zu sehr ungewöhnlichen Instrumenten. Er spielt Gasflammenorgel, bläst in Meeresschnecken oder hält die Trompete zum Spielen in ein Wasserbehälter. Seine ungewöhnlichen Instrumente haben dem Musiker René Krebs ein Engagement an der Expo 2010 in Shanghai beschert.
Alejandro Blau
Alejandro Blau tritt in Ensembles und als Solist auf. Sein vielfältiges Verständnis des Didgeridoo erlaubt ihm, ein breites Spektrum zu präsentieren. Die unglaublich vielen Stimmungen, die dieses Instrument erzeugen kann, faszinieren ihn besonders.
Mittwoch, 18. August 2010
22.30 Uhr | In der Therme
Echo vom Zürihorn
Priska Walss, Nick Gutersohn und Robert Morgenthaler: Alphorn
Seit dem Jahr 2000 loten Priska Walss, Nick Gutersohn und Robert Morgenthaler im Trio "Echo vom Zürihorn" miteinander neue Wege und Ausdrucksformen des Alphornspiels aus. Sie bringen ihre verschiedenen, langjährigen Erfahrungen mit afrikanischer Musik, Klassik, freier Improvisation und Jazz in neue, im gemeinsamen Spiel entstandene Stücke ein. Von rein perkussiven Stücken, vom Jazzstandard bis zum stehenden Obertonklang, von australischen Didgeridoo-Sounds über pulsierende Afrogrooves reicht das Repertoire des Trios bis hin zum südamerikanischen Tanz.
Die Königsdisziplin der drei ist jedoch die Improvisation: das freie Spielen mit selbst komponiertem Material und das Kommunizieren ohne Noten, mit den reduzierten Möglichkeiten der Urinstrumente.
Priska Walss
Geboren in Zürich. Priska Walss studierte am Konservatorium ihrer Heimatstadt und war mehr als zehn Jahre Mitglied in der Kammerphilharmonie Graubünden. Daneben improvisierte sie als Posaunistin und Alphornistin solo oder in festen Ensembles. Neben der Teilnahme an Jazzfestivals im In- und Ausland wirkte sie bei verschiedenen Theater-, Musical- und Balletproduktionen mit und entwickelte eigene Projekte, bei denen sie ihre Musik mit visuellen Ausdrucksformen oder Texten kombiniert. Im Rahmen ihrer vielseitigen Engagements ist Priska Walss massgeblich beteiligt an der Entdeckung und Etablierung des Alphorns für die experimentelle Musik in den vergangenen zwei Jahrzehnten.
Nick Gutersohn
Aufgewachsen im Zürcher Oberland. Er erhielt 1994 das Lehrdiplom für Posaune am Konservatorium Zürich, anschliessend studierte er zwei Jahre and der Berufsschule der Swiss Jazz School in Bern. Arbeitete er anfangs vor allem als Zuzüger in Symphonieorchestern, zog es ihn immer mehr zum Jazz und vor allem zur improvisierten Musik. Die Urtöne der Muscheln und des Alphorns interessieren ihn seit einigen Jahren ganz besonders.
Robert Morgenthaler
Robert Morgenthaler studierte am Konservatorium Zürich und an der Swiss Jazz School in Bern. Seit 1979 ist er Dozent an der Hochschule der Künste in Bern und an der Musikhochschule Luzern. Weltweite Aktivitäten als Posaunist und Komponist führten ihn auf Tourneen in Europa, Afrika, USA, Südamerika, Asien und Russland. Neben seinem Mitwirken in verschiedenen Radio-, TV und CD-Produktionen trat Robert Morgenthaler an der Weltausstellung 2000 in Hannover als Solist im Schweizer Pavillon auf und erhielt 2002 einen Kompositionsauftrag für die Eröffnung der Expo.02 in Murten mit "Roots of Communication" und Erika Stucky.
Freitag, 17. September 2010
18.00 Uhr | In der Blauen Halle
Simone Santos: Gesang, Perkussion und Texte
Jodok Hess: Piano und Komposition
Patrick Sommer: Kontrabass
Florian Reichle: Schlagzeug, Perkussion
Das Simone Santos Quartett entführt auf eine musikalische Reise in eine Welt, wo der Geschmack des Meeres und die Launen des Lebens zu Liedern werden. Die poetischen Texte von Simone Santos und die Kompositionen von Jodok Hess bewegen sich zwischen Jazz und Musica Popular Brasileira.
Es war ein Sprachbild von Dürrenmatt, das die Entstehung des Quartetts begleitete: Simone Santos war gerade dabei, Dürrenmatts Ballade Minotaurus zu lesen, als Jodok Hess sie fragte, ob sie zu einigen seiner Kompositionen einen Text schreiben würde. Das Spiegel-Labyrinth war in kürzester Zeit zu einem Liedtext verarbeitet, und das Stück wurde zur Keimzelle des Simone Santos Quartetts.
Simone Santos
Simone Santos hat ihre musikalischen Wurzeln in Brasilia, wo sie nach der Musikschule drei Jahre im Gitarrenorchster spielte. Danach sang sie in verschiedenen brasilianischen Gruppen, gewann eine Auszeichnung als beste Interpretin und einen ersten Plazt am Volksfestival von Gama, Brasilien. 2001 siedelte sie in die Schweiz über und fand dort mit ihrer charismatischen Stimme in der Brasil- und Jazzszene schnell Anschluss. Neben ihrer Simone Santos Band spielt sie in den Projekten von Rodrigo Botter Maio, im Duo mit ihrem Partner Sven Olar und seit 2008 im Simone Santos Quartett.
Jodok Hess
Nach einem Aufenthalt am renommierten Bostoner Berklee-College spielte Jodok Hess auch während seines Deutsch-Studiums an der Universität Zürich viele Konzerte als Bandleader und Sideman und nahm Platten auf mit verschiedenen Formationen darunter CMYK Note, Ademir Candido und mit seinem eigenen Blue Goat Quartet. Seit 2008 arbeitet Jodok Hess als Jazzredaktor bei Schweizr Radi DRS.
Patrick Sommer
Patrick Sommer studierte Kontrabass und E-Bass an der Swiss Jazz School in Bern und in Los Angeles. Mit seinem warmen und vollen Sound, seiner brillianten Technik und seiner Wandlungsfähigkeit gehört er heute zu den gesuchtesten Sidemen der Szene. Aktuelle Plattenaufnahmen realisierte er mit dem Adrian Frey Trio, mit Julian Amacker und dem Marianne Racine Quartet. Patrick Sommer wirkt ausserdem als Musiker und Komponist bei Theater- und Tanprojekten mit und arbeitet als freischaffender Musiker mit einer regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Er lebt in Zürich.
Florian Reichle
Florian Reichle studierte an der Jazzschule Luzern. Zahlreiche Studienaufenthalte brachten ihn nach Brasilien und Ghana, wo er sich intensiv mit brasiliansichen, afrikanischen und afro-kubanischen Grooves auseinandersetzte. Florian Reichle gilt als tadelloser Timekeeper, phantasievoller und virtuoser Solist und gleichzeitig als perfekter Teamplayer. Er spielt regelmässig Konzerte im Bereich Jazz, Musica Brasileira und Hip Hop, lebt in Uster unterichtet teilzeitig an einer Musikschule.
Donnerstag, 28. Oktober 2010
22:30 ¦ In der Therme
Höhepunkte der Kommunikation
Peter Conradin Zumthor und Lucas Niggli: Drum Duo
Hinter einer Unmenge von Gongs, Trommeln und weiteren, noch nie gesehenen Schlaginstrumenten verstecken sich zwei Musiker. Die Blicke sind in vollster Konzentration aufeinander gerichtet: haarscharf getimte Riffs werden abgelöst vom perfekt positionierten Akzenten. Es entsteht ein Zusammenspiel, das seinesgleichen sucht. Das Duo Zumthor-Niggli ist in jeder Hinsicht ein Höhepunkt der Kommunikation und vereint zwei Perkussionspoeten der jüngeren Schweizer Szene. In einer Reihe von eigenen Stücken und Improvisationen werden die Instrumente zum Vehikel für Äusserungen der Feinfühligkeit, der Lyrik, ja gar der Stille.
Freitag, 29. Oktober 2010
18:00 Uhr ¦ Im alten Schwimmbad
Rauschhaftes Miteinander - ein körperliches Konzerterlebnis
Peter Conradin Zumthor und Lucas Niggli: Drum Duo
Zwei Magiern gleich sitzen die beiden Perkussionskünstler Peter Conradin Zumthor und Lucas Niggli inmitten ihrer Trommeln und entlocken ihrem Instrumentarium vielschichtige Klänge und Rythmen. So vieldeutig wie die Poesie, so reich ist ihre Musik; sie atmet einmal ruhig und bedächtig, ein andermal hyperventilierend, schweisstreibend intensiv. Neben eigenen Stücken und Improvisationen spielt das Drum Duo die beiden mitreissenden Stücke des schweizer Komponisten Felix Profos "Erster Tanz" und "Zweiter Tanz", die eigens für das Duo Niggli-Zumthor komponiert wurden. Ersteres war ein Auftragswerk des Hotel Therme Vals und wurde im Oktober 2008 in Vals uraufgeführt.
Peter Conradin Zumthor
Wurde 1979 geboren und lebt in Haldenstein. Über weite Strecken ist er Autodidakt. Er schreibt Musik für Theater und Installationen und tourt, in verschiedenen Formationen und Projekten durch die Schweiz, Deutschland, Slowenien, Kroatien. In der Formation AZEOTROP spielt er mit Dominik Blum; er ist Mitglied im afrikanisch-schweizerischen Schlagzeugquartett BEAT BAG BOHEMIA mit Kesivan Naidoo, Rolando Laumsseene und Lucas Niggli sowie Mitglied in Steamboat Extended Ensemble.
Lucas Niggli
Lucas Niggli wurde 1968 in Kamerun geboren. Der Schweizer Schlagzeuger gilt als einer der interessantesten Drummer in der jüngeren europäischen Szene zeitgenössischer Musik.
Er ist Mitglied bei Steamboat Switzerland (Avant-Core Trio mit Hammond-Orgel, mit Dominik Blum und Marino Pliakas), komponiert für und spielt mit seiner eigenen Band ZOOM und BIG ZOOM (Nils Wogram, Philipp Schaufelberger und Anne Le Berge, Barry Guy), im Duo mit der Chinesin Xu Fengxia (Black Lotos) sowie im Trio mit Barry Guy und Jacques Demierre, das Schlagzeug Duo mit Peter Conradin Zumthor und seinem internationalen Schlagzeugquartett Beat Bag Bohemia. Er ist auch Mitglied des Trios Erika Stucky Bubbles and Bangs und im Trio mit Luciano Biondini und Michael Godard.
Seine Konzertreisen führten ihn durch die ganze Welt und an viele renommierte Festivals in Berlin, Vancouver, Bath, Donaueschingen, Saalfelden, Moers, Le Mans, Willisau und Capetown
Er spielte in unterschiedlichstem Kontext Musik im Grenzbereich von Komposition und Improvisation.
Montag, 8. November 2010
18:00 ¦ im Alten Schwimmbad
Jonas Tauber: Kontrabass
Daniela Oswald: Cello
Freitag, 26. November 2010
18:00 ¦ im Alten Schwimmbad
Jonas Tauber: Kontrabass
Daniela Oswald Cello
Als im Sommer 1824 das bekannte und gern gehörte Duetto für Cello und Kontrabass von Gioacchino Rossini entstand, gehörte Domenico Dragonetti (1763-1846) zu den bedeutenden Figuren des Londoner Musiklebens. Auch bekannt unter dem Spitznamen "il drago" galt er als "Paganini des Kontrabasses" und war der erste, internationale Virtuose auf diesem Instrument. Neben seiner Tätigkeit als Solobassist im King's Theatre komponierte er. Unter anderem schrieb er mehrere Konzert für Kontrabass, das Duo im B-Dur für Cello und Kontrabass und Werke aus dem Bereich der Vokalmusik. Jonas Tauber und Daniela Oswald prräsentieren das Duo in B-Dur von Dragonetti und wagen darüber hinaus einen Sprung in die neue Zeit der modernen Musik, in welcher der Kontrabass sich bereits als renommiertes Soloinstrument einen Platz erobert hat. Auch Eigenkompositionen finden immer wieder einen Weg in das reizvolle Repertoire des Duos und ergänzen die Reise durch die Zeit der Musik.
Ein ungewohntes Bild mögen die zwei ungleichen Geschwister Cello und Kontrabass auf den ersten Blick abgeben, auf den zweiten jedoch nimmt man die fast unbegrenzten Klangmöglichkeiten und sowohl rhythmischen als auch melodischen Einsatzbereiche wahr - vom rhythmischen Bassfundament bis hin zu getragenen Melodien im Diskant.
Daniela Oswald und Jonas Tauber
arbeiten schon seit einigen Jahren musikalisch zusammen. In Winterthur geboren und in den USA aufgewachsen absolvierte Jonas Tauber sein Bachelor of Music in Performance and Literature als Cellist an der Eastman School of Music in Rochester NY. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Solist mit verschiedenen Philharmonien und Tourneen als Cellist und Kontrabassist lebt der Musiker und Komponist heute in der Schweiz. Er hat zahlreiche CD's veröffentlicht und ist Dozent für Kontrabass und Improvisation an der Hochschule der Künste in Bern. Daniela Oswald geboren in Zürich, studierte bei Johannes Degen und Thomas Grossenbacher. 2004 erhielt sie in Luzern bei Marek Jerie das Lehrdiplom mit Auszeichnung. Sie spielt in verschiedenen Orchestern in der Schweiz und im Ausland als Zuzügerin und ist Mitglied einiger Kammermusikformationen.











