Im Zeichen der Architektur
Menschen aus der ganzen Welt reisen nach Vals. Die Therme von Peter Zumthor ist als «Lektion in Mut und Ästhetik» in die Geschichte der Architektur eingegangen. Bereits 1998, zwei Jahre nach der Eröffnung, wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.
Auch das Hotel steht im Zeichen der Architektur. So tragen der Rote Saal, die Blaue Halle, die Provisorien und die Stucco-Zimmer die Handschrift von Peter Zumthor. Entstanden sind geniale Ver-
bindungen von Alt und Neu, ein unkonventioneller Mix von bestehenden Gebäuden und neuem architektonischen Schaffen.
Von aussen zeigt sich das Hotel als selbstbewusstes Ensemble
aus vier Häusern aus dem Baujahr 1969. die Gebäudekomposi-
tion ist schlicht und funktional. Die drei Nebenhäuser und
das Haupthaus sind Zeitzeugen einer architektonischen Epoche,
belebt durch Akzente von zeitlosem Design.
Zuoberst schmiegt sich das Hotelgebäude bananenförmig in den
Hügel und bietet einen uneingeschränkten Blick auf die gegen-
überliegenden, steilen Matten und die dahinter aufragenden Berg-
kuppen. Der gleiche Blick bietet sich dem Besucher in der
Therme, jedoch erscheint das Bild prägnanter, geschärft durch
den Rahmen von Valser Gneis und als lichtvoller Kontrast zum
dunklen Gewölbe der Therme. Archaische Bergwelt und moderne
Architektur verschmelzen.